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Forgotten Joys

Okay, diese Abmahngeschichte liegt mir immer noch schwer im Magen, zumal es wohl darauf hinauslaufen wird, dass ich die komplette Summe werde zahlen müssen, ob es mir passt oder nicht. Aber deswegen jetzt länger Trübsal zu blasen, ist nicht meine Art. Kriegt man nur Pickel und Magengeschwüre von. Also, lieber auf zu neuen Taten.

Gestern entstand bei mir spontan der Wunsch, Windows mal wieder den Rücken zu kehren und stattdessen mal mein ubuntu-Linux auf den neuesten Stand zu bringen. Ich hatte zwar noch eine veraltete Distri auf meiner Platte, aber da war irgendwas mit der XServer Konfiguration kaputt und ich hatte keinen Nerv, dass jetzt per Console wieder hinzufrickeln. Also hab ich die Partition kurzerhand komplett geplättet und ein völlig neues Ubuntu 7.10 installiert. Boah, ging das schnell, Mann! Da kann Windows sich jetzt wirklich mal ne Scheibe von abschneiden, da verbringt man in so einem Fall ja mehrere Stunden mit Installieren und gelegentlichem Neustarten.

So ein neues Betriebssystem ist ja immer gleich, als hätte man einen komplett neuen Computer. So ein bisschen auch immer wie neue Schuhe, hübsch anzusehen, aber eben noch nicht so richtig eingelaufen. Ein bisschen muss ich also sicher noch basteln, bis alles 100%ig passt und ich alle Programme installiert habe, die ich so brauche. Da trifft es sich ganz gut, dass ich auch meine Webseite demnächst komplett neu überarbeiten will. Muss ich sowieso dran, weil ich meinen DSL-Vertrag gekündigt habe und in einen anderen Webspace umziehe, die Inhalte sind zum Teil auch schon recht veraltet, da bietet sich ein Redesign gleich mit an. Und dann kann ich auch auf Citydesk verzichten, das war so einer der Gründe, warum ich immer noch Windows gebraucht habe. Der andere ist die Videobearbeitung, aber da sind die Linuxer inzwischen aus dem Quark gekommen und es gibt einige vielversprechende Alternativen.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte: neues Betriebssystem macht Spaß und weckt den Spieltrieb. Dann hat mein Kollege Rüdiger am Montag einen superspannenden Vortrag über Datentypen gehalten. Wenn man Rüdiger kennt, weiß man, dass das ein echt erstaunliches Ereignis ist ... Rüdiger ist nun nicht unbedingt für seine Geschwätzigkeit bekannt. Wir sitzen seit fast vier Jahren in einem Büro und ich wette, die Anzahl Wörter, die wir miteinander gewechselt haben, ist immer noch zweistellig. Aber wenn er etwas sagt, dann hat das Hand und Fuß. Kein schlechtes Feature, eigentlich.

Also, die Kombi aus alles-neu Spieltrieb und Rüdigers Begeisterung dafür, wie man eigentlich programmieren sollte, wenn man denn könnte und dürfte, weckte in mir eine lange verschüttete Lust auf Programmieren. Also, so richtig, zu Hause, nur für mich, so wie ich will und nicht mit all dem Scheiß belastet, den man im täglichen Firmenalltag so um die Ohren hat. Ich hätte gar nicht gedacht, dass mir das nochmal passiert, hatte ehrlich gesagt mit der "Programmieren macht Spaß" Mentalität schon längst abgeschlossen, weil ich auf der Arbeit in den letzen 3 Jahren oder so nicht ein einziges Mal Spaß dabei hatte (und entsprechend zu Hause auch keine große Lust, meine Entwicklungsumgebung zu starten). Und jetzt sitze ich hier und scharre mit den Füßen, sozusagen, und kann nicht abwarten, mich in ein neues Projekt zu stürzen. Joys of the craft revisited, sozusagen. Cool! (Unnötig zu erwähnen, dass ich eigentlich mal wieder gar keine Zeit ...)

Ein Spiel soll es werden (natürlich ), eines von der kleinen, unkomplizierten Sorte für zwischendurch. Die Idee kam mir heute bei der Arbeit, weil ich mich an ein "Brettspiel" aus meinen Kindertagen erinnerte. Brettspiel ist eigentlich der falsche Begriff. Das Ding hieß "Zeitfalle" und war eine unsäglich häßliche blaue Plastikkiste mit eingebauter Eieruhr, wo man kleine orangene Plastikmöppel in einer vorgegebenen Zeit in die richtige Reihenfolge sortieren musste, bevor die mit Riesengeschepper durch sich öffnende Löcher fielen. Die Tatsache, dass das Ding so ein Lärm machte und die rückwärts laufenden Uhr legten die Assoziation einer Zeitbombe nahe. Außerdem hatte der Kasten einen Bug, die Uhr blieb ab und zu hängen und konnte dann nur durch einen leichten Schlag aufs Gehäuse wieder zum Laufen gebracht werden. Meine beste Freundin und ich pfiffen daraufhin auf die ganze Sortiererei und setzten die Kiste stattdessen als Zeitbomben-Prop beim Spielen ein, mit dem Nervenkitzelfaktor, ob man, nachdem man das Teil nach Hängenbleiben neu anschubste, noch rechtzeitig hinter der Couchlehne in Deckung springen konnte, bevor es "explodierte". So aufgeschrieben klingt das nicht sehr kreativ, fürchte ich, aber wir haben so etliche Nachmittage mit enorm hohem Adrenalinspiegel verbracht

In meinem Spiel wird es also um das Entschärfen von Bomben gegen die Uhr gehen. Man muss eine (mit steigendem Level größer werdende) Anzahl von Drähten in der richtigen Reihenfolge (die einem irgendwo am Bildschirmrand angezeigt wird) durchschneiden, bevor die Zeit abgelaufen ist, sonst bumm. Dabei ergibt sich eine Memory-Komponente daraus, dass man die Kennzeichnung der Drähte nur sieht, solange man mit der Maus darüber ist, man sich also tunlichst die Drähte merkt, die man schon angesehen hat, um später schneller zu sein. Steigende Schwierigkeit kriegt man dann durch kürzeren Countdown, mehr Drähte und kompliziertere Farbkennzeichnung. Ich weiß schon ziemlich genau, wie das aussehen soll, muss jetzt "nur noch" das ganze in verwendbare Graphik umsetzen.

Sprache wird C++, kann ich einfach am besten, GUI Toolkit wahrscheinlich Gtk+, für eine Entwicklunsumgebung hab ich mich noch nicht entschieden, muss ich erstmal gucken, was da in ubuntu so geht. Bis ich die ersten Zeilen Programmcode schreibe, wird sowieso noch einige Zeit vergehen, ich bin ja doch ein großer Planer vor dem Herrn bei solchen Sachen.
11.12.07 18:25
 



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