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Sei bereit, Frankenstein

Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so geschafft war. Morgen ist es soweit: unser Musical Frankenstein wird zum ersten Mal dem Publikum präsentiert. Die offizielle Premiere ist zwar erst nächste Woche, am 9.11., zeitgleich mit der TryOut Premiere in Wien, aber da wir die Termine mit dem Kulturkontakt schon festgelegt hatten, bevor wir uns für Frankenstein als Stück entschieden haben, spielen wir morgen eine öffentliche Generalprobe und Sonntag eine Vorpremiere.

Was zuerst nur als „Ettikettenschwindel“ gedacht war, wird nun bittere Realität. Da uns unser Gesamtleiter bei der Hauptprobe zusammengeklappt ist und aus gesundheitlichen Gründen auch heute bei der Generalprobe nicht da war, konnten wir bisher noch keinen kompletten Durchlauf mit dem Orchester, der Technik und dem gesamten Ensemble machen. Außerdem mussten wir die Bühne in der Waldorfschule um 18 Uhr für die Generalprobe einer anderen Gruppe räumen und sind mit unserem improvisierten Durchlauf dann auch nicht fertig geworden. Wir haben trotz der widrigen Umstände heute viel geschafft und die Stimmung war eigentlich ausgesprochen gut, aber als Generalprobe kann man das jetzt eigentlich nicht bezeichnen. Insofern wird die öffentliche Generalprobe morgen genau das: eine Probe vor Publikum.

Der Aufwand, den wir für diese Produktion getrieben haben, ist mal wieder enorm und für ein Laienensemble fast unglaublich. Ca. 60 Ensemblemitglieder und Solisten stehen auf der Bühne, fast 40 Musiker bilden das Orchester, in der Technik unterstützen uns ein halbes Dutzend Spezialisten für Licht und Ton. Außerdem gibt es noch eine handvoll Freunde, die uns mit Fotos, Filmaufnahmen, Maske, letzten Bauarbeiten etc. unterstützen.

Wir haben für seit Juni fast jedes Wochenende damit verbracht, Rokoko-Kleider zu nähen, unsere hölzerne Zwischenbühne ist noch ausgereifter als bei der letzten Produktion und kann mit drei mobilen Treppen von Szene zu Szene umgestaltet werden und die Requisite hat uns wieder einmal damit überrascht, was man alles aus Pappmaché machen kann. Außerdem haben wir für 23000 € Licht- und Tontechnik gemietet.

Eigentlich ist in diesem Projekt sehr viel schief gelaufen und es ist wirklich nur dem gemeinsamen Willen der gesamten Truppe zu verdanken, dass wir jetzt trotzdem vor unserer (zumindest gefühlten) Premiere stehen. Nicht nur, dass uns vor erst sechs Wochen zwei Hauptdarsteller abhanden gekommen sind, für die wir Ersatz finden mussten, auch das Orchester hat sich diesmal erst sehr spät gefunden. Außerdem, und das war vielleicht der größte Bremsklotz, mussten wir buchstäblich jeder einzelnen Note hinterherlaufen und haben die letzten Teile der Partitur, man lese und staune, erst vor drei Tagen bekommen.

Ich müsste jetzt eigentlich langsam anfangen, aufgeregt zu werden, wegen morgen, aber ich bin nur völlig leer und ausgepowert von den letzten doch sehr intensiven Probentagen und habe noch gar nicht ganz realisiert, dass wir morgen schon auf der Bühne stehen. Bis jetzt fühlt sich das noch an wie einfach ein weiterer anstrengender Probentag.
1.11.07 21:31
 



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