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Perfect Day in Balconia

Heute war das Wetter so richtig nach meinem Geschmack, sonnig aber nicht zu heiß. In Verbindung mit einem unverhofften Kreativitätsschub war das genau die richtige Gelegenheit, einen wunderschönen Tag auf dem Balkon zu verbringen. Ich habe in letzter Zeit superwenig geschrieben. Irgendwie hatte ich keine Power. Das klingt vielleicht ein bisschen albern, schließlich muss ich mich dabei ja nicht groß bewegen und niemand zwingt mich, irgendwelche Temporekorde aufzustellen oder so. Aber ich finde Schreiben ähnlich anstrengend wie, sagen wir, eine lange Wanderung oder einen Frühjahrsputz. Und es hat auch einen ähnlichen Effekt auf meine Psyche: ich bin gleichzeitig erschöpft und innerlich total aufgekratzt und stolz, etwas geschafft zu haben. Ziemlich befriedigendes Gefühl. Wie gesagt, hatte ich in letzter Zeit selten, weil ich mich eben nicht aufrappeln konnte.

Wenn man die reine Textmenge anguckt, die ich heute produziert habe, mutet das Ergebnis wahrscheinlich immer noch lächerlich an: knapp vier handgeschriebene Seiten sind es nur. Aber - und das ist ein dickes ABER - es handelt sich um einen Szenenplan und das gehört für mich zu den aufwendigsten und schwierigsten Dingen, die man so schreiben kann, darum brauche ich da so lange zu. Wenn so ein Ding dann erstmal fertig ist, schreibt der eigentliche Text sich quasi von alleine. Das liegt daran, dass ich beim Szenenplan schreiben schon die ganze Geschichte einschließlich konkreter Dialogzeilen, Ortsbeschreibungen etc. im Kopf habe. Einiges ist noch etwas flüchtig, und vieles wird dann beim Schreiben doch nochmal völlig anders, aber die Vorstellung ist schon sehr wichtig. Außerdem ist das Schreiben des Szenenplans die Phase, in der ich mich an einer Geschichte festbeiße, mich sozusagen in sie verliebe. Entsprechend habe ich auch sehr viel einfach nur in die Luft gestarrt und vor mich hingeträumt, während ich da auf dem Balkon saß. Und trotzdem habe ich das Gefühl, heute unglaublich viel weitergekommen zu sein.

Irgendwann während des Schreibens bekam ich netten Besuch. Ein großer grünschillernder Käfer landete auf meinem Tisch. Spontangooglen brachte mir die Erkenntnis, dass es sich um einen Moschusbockkäfer handelte. So sehr ich mich über seine Stippvisite gefreut habe, als er mir dann ins Wohnzimmer nachgeflogen ist, habe ich ihn dann doch wieder an die frische Luft gesetzt. Als Mitbewohner war er mir zu groß.

19.7.07 22:37
 



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