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Was auf die Ohren

Ausgelöst durch meine Who-Mania und die wirklich hervorragenden BigFinish-Hörspielproduktionen ist eine alte Liebe in mir wieder erwacht: Hörspiele! Hörspiele sind für mich so der ideale Kompromiss zwischen dem die eigene Fantasie sehr begrenzenden Medium Film und dem anstrengenden Buch. Bei Hörspielen passiert die Geschichte im Kopf, nicht auf dem Bildschirm. Trotzdem hat man die Hände und Augen frei, um solange studipe Tätigkeiten auszuführen. Experimente meinerseits in den letzen Tagen haben ergeben, dass man beim Hörspielhören prima bügeln, abspülen, spazierengehen, Fahrrad fahren, Spider Solitär spielen und Liegestütze machen kann. Was hingegen überhaupt nicht geht, ist, zur gleichen Zeit emails zu lesen oder zu schreiben. Mein Sprachzentrum ist offenbar nicht multi-tasking fähig. Staubsaugen fällt wegen der Lautstärke ebenfalls aus. Ihr seht, ich habe in letzter Zeit viel Zeit mit Hörspielen verbracht (und wenig gestaubsaugt)

Aufmerksame Blogleser erinnern sich: vor einiger Zeit hatte ich mich für ein Science-Fiction Schreibseminar mit Andreas Eschbach in Wolfenbüttel angemeldet. Dieses Seminar ist dann leider kurzfristig abgesagt worden, weil Andreas krank geworden ist. Im Nachhinein war das aber ganz gut, der Seminartermin fiel nämlich genau auf das Wochenende, an dem Cyril über Deutschland fegte und die Bundesbahn ihren Betrieb einstellte (wir erinnern uns ... Herr Mehdorn rühmte voller Stolz, dass es keinen einzigen sturmbedingten Unfall bei der Bahn gab ... Kunststück, wenn kein Zug den Bahnhof verlässt ... außerdem unwahr, wenn wir herunterfallende Stahlträger am Berliner Hauptbahnhof mal mitrechnen ... aber egal). Ich hätte also keine Möglichkeit gehabt, zu dem Seminar zu kommen. Erfreulicherweise hat sich dann relativ spontan ein virtuelles Ersatzseminar im Internet ergeben. Andreas Eschbach war so lieb, uns ausführliches Feedback zu unseren eingereichten Exposés und Textproben zu geben (und mir ein dickes Lob für meinen Textausschnitt aus "Splitter", über das ich mich unglaublich gefreut habe). Außerdem hat er uns eine Reihe Aufgaben zum Nachdenken gestellt, die so ein bisschen herauskitzeln sollten, ob Schreiben jetzt wirklich das ist, was wir machen wollen. Und dabei ist mir dann eine Sache eingefallen, die ich supergerne auch mal machen würde, die ich aber eben immer als "sowas kann man als normaler Mensch nicht einfach so tun" abgespeichert hatte: bei einem Hörspiel mitsprechen. Das habe ich dann auch so geschrieben. Nur, um gleich darauf mit einer Reihe von Rückmeldungen wie "Oh ja, ein Hörspiel wollte ich auch schon immer mal machen" zugebombt zu werden. Hey! Von Machen war doch gar nicht die Rede! Nur von Mitmachen und nur von einer Sprechrolle, nicht von dem ganzen Produktionsgedöns. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich da nicht gleich wieder ein neues spannendes Betätigungsfeld wittern würde. Und so haben wir uns jetzt zunächst zu dritt als Autorenteam zusammengefunden und begonnen, ein Science Fiction Hörspiel zu schreiben. Dann wollen wir aus ganz Deutschland die Sprecher zusammentrommeln (komisch, plötzlich wollen sie ALLE Hörspielsprecher werden) und in einer wahnsinnigen Wochenendaktion die Aufnahmen machen (Empfehlungen für ein kostengünstiges oder am besten ganz kostenloses Tonstudio sowie technische Unterstützung wird dringend gesucht und gerne entgegen genommen). Jens, einer der Autoren, will dann Schnitt und Mischen übernehmen. Außerdem ist er offenbar der Musiker der Truppe (wobei ich zur Musik sicher auch ein paar Vorstellungen mitbringe).

Zum gemeinsamen Schreiben nutzen wir übrigens Google-Office. Coole Sache, wenn man gemeinsam an irgendwelchen Tabellen oder Textdokumenten arbeiten will. Hätten wir mal bei Blackfish schon haben sollen, hätte uns viele Email-Attachements erspart. Das damals erarbeitete System, verschiedene Autoren mit verschiedenen Schriftfarben schreiben zu lassen, so dass man auf einen Blick sieht, wer was geschrieben hat, bewährt sich aber auch hier. Und mir macht es Riesenspaß, mal wieder kreativ im Team zu arbeiten.

So entsteht aus einem mal eben in einem online-Forum hingeworfenen Satz "ich wollte schon immer mal ..." ein Projekt von geradezu monumentalen Ausmaßen. Story of my life, ich hab ja auch sonst nix zu tun ... Ich halte euch auf dem laufenden, wie es in dieser Sache weitergeht und ob etwas Hörbares dabei herauskommt.
21.2.07 23:28
 



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